KRM-Pressemitteilung zum Jahrestag der Ermordung von Marwa El-Sherbiny
Mittwoch, 30. Juni 2010 um 18:23 Uhr
Anlässlich des Jahrestages der Ermordung von Marwa El-Sherbiny zeigt sich der KRM darüber besorgt, dass islamfeindlich motivierte Straftaten und das Thema Islamfeindlichkeit in unserem Land weiterhin unterschätzt werden.
"Die Ermordung der Muslima Marwa El-Sherbini war ein schreckliches Ereignis, was die Muslime zutiefst geschockt und verängstigt hat" so der KRM-Sprecher Ali Kizilkaya. Er fordert die Politik auf, dass das Thema Islamfeindlichkeit erst genommen und auf der politischen Agenda gesetzt werden muss.
Zum morgigen Jahrestag (1. Juli 2010) werden Mitglieder des KRM gegen 10 Uhr bei Enthüllung der Gedenktafel durch den Justizminister des Landes Sachsen Jürgen Martens, anwesend sein.
KRM verurteilt Angriff auf Friedensflotte nach Gaza
Montag, 31. Mai 2010 um 22:07 Uhr
Pressemitteilung
Köln, 31.05.2010
KRM verurteilt Angriff auf Friedensflotte nach Gaza
In einer Erklärung verurteilte der Sprecher des Koordinationsrates der Muslime (KRM), Ali Kizilkaya, den Angriff der israelischen Armee auf die Friedensflotte nach Gaza.
Der KRM-Sprecher erinnerte daran, dass die israelischen Sicherheitskräfte eine zivile humanitäre Flotte angegriffen und es dabei zu Toten und Verletzten gekommen sei. Dagegen protestieren wir auf das Schärfste," sagte der KRM-Sprecher.
"Mit dem Angriff auf unschuldige Zivilisten bringt die israelische Regierung die Friedensbemühung noch weiter in Bedrängnis. Der Angriff und die Art der Ausführung verstoßen offen gegen internationales Völkerrecht", sagte der Sprecher.
"Wir rufen die UNO und die EU auf über die Einhaltung von Menschenrechten und Völkerrecht sorge zu Tragen.Unsere Gebete sind mit den Menschen auf den Schiffen und ihren Familien.", sagte Kizilkaya
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Koordinationsrat der Muslime
Sprecher: Ali Kizilkaya
Geschäftsstelle:
Subbelrather Str. 17, 50823 Köln
KRM: "Gebetsverbot in der Schule schränkt Religionsfreiheit ein"
Freitag, 28. Mai 2010 um 21:40 Uhr
Pressemiteilung
Köln, 28.05.2010
KRM: "Gebetsverbot in der Schule schränkt Religionsfreiheit ein"
In einer Erklärung zeigte sich der KRM-Sprecher Ali Kızılkaya irritiert über das Urteil des OVG Berlin-Brandenburg zum Gebet eines muslimischen Schülers in der Schule.
"Unsere Verfassung steht für eine plurale Gesellschaftsordnung", stellte KRM-Sprecher fest. "Es ist nicht nachvollziehbar, wieso das Gericht gerade in dieser Pluralität und Toleranz ein Konfliktpotential sieht. Dabei wäre die Schule eines der Orte, in denen die Schüler einen natürlichen Umgang mit der gesellschaftlichen Pluralität einüben können. Doch diese Chance wurde von Schulleitung vertan", kritisierte Sprecher des KRM.
Pressemitteilung des KRM zur Amtseinführung der ersten Ministerin mit muslimischem Hintergrund
Dienstag, 27. April 2010 um 22:56 Uhr
Ein Schritt in die richtige Richtung!
KRM begrüßt Ernennung der neuen Sozial- und Integrationsministerin
Köln, 26.04.2010: Der KRM begrüßt in einer heutigen Pressemitteilung die Ernennung von Aygül Özkan zur neuen Sozial- und Integrationsministerin in Niedersachsen und gratuliert dem Ministerpräsidenten Wulff für seine wegweisende Entscheidung. Kizilkaya, Sprecher des KRM, sagte: „Ministerpräsident Wulff wird in den Geschichtsbüchern als derjenige vermerkt werden, der als erster das Potential der Einwanderer in dieser Gesellschaft wahrgenommen hat und daraus die richtigen Schlussfolgerungen gezogen hat“.
Sprecherwechsel beim Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) – Ali Kizilkaya ist neuer Sprecher.
Donnerstag, 08. April 2010 um 16:37 Uhr
Köln, 08.04.2010: Zum Dienstag hat der bisherige Sprecher des KRM, Bekir Alboga, seine Sprecherfunktion turnusgemäß nach 6 Monaten an den Vorsitzenden des Islamrates,Ali Kizilkaya übergeben.
Kizilkaya wird die Sprecherfunktion nun sechs Monate lang ausüben.
Der KRM setzt sich aus den vier muslimischen Religionsgemeinschaften Ditib, Islamrat, VIKZ und ZMD zusammen. Unterstützt wird der Sprecher bei seiner Aufgabe von einer ständigen Geschäftsstelle des KRM.
KRM – Geschäftsstelle
Presseerklärung des KRM vom 05.03.2010
Montag, 08. März 2010 um 23:06 Uhr
Der KRM hat hinsichtlich des Inhalts, der Form und der personellen Zusammensetzung der DIK erhebliche Kritik und Klärungsbedarf in Bezug auf einen erfolgreichen Verlauf.
Der KRM-Sprecher Bekir Alboga sagte heute Nachmittag in Köln: „Nach dem Gespräch im BMI am Montag, den 08.03.2010 behalten wir uns alle Schritte vor, was die weitere Teilnahme und die Bedingungen unserer Zusammenarbeit mit der DIK angeht.“
Die Suspendierung eines KRM-Mitglieds traf beim KRM auf Ablehnung.
Islamrat wird nicht mehr an der Islamkonferenz teilnehmen
Mittwoch, 03. März 2010 um 17:35 Uhr
„Eine ‚ruhende Mitgliedschaft‘ kommt für den Islamrat nicht in Frage. Unsere Legitimation leiten wir nicht aus der Teilnahme an der Islamkonferenz ab. Als Feigenblatt zur Legitimierung von Positionen, die von muslimischer Seite nicht tragbar sind, standen wir weder in der Vergangenheit noch heute zur Verfügung.“
Nach einem Treffen am Mittwoch mit Vertretern des Bundesinnenministeriums (BMI) hat sich der Islamrat dazu entschieden, nicht weiter an der Deutschen Islamkonferenz (DIK) teilzunehmen. Das BMI hatte dem Islamrat mitgeteilt, dass er nur als ruhendes Mitglied weiterhin in der DIK verbleiben kann, aber nicht mehr aktiv an dem Prozess und den Debatten teilnehmen soll.
Islamrat lobt die Haltung des Bundesinnenministers
Samstag, 26. September 2009 um 13:26 Uhr
Der Vorsitzende des Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland, Ali Kizilkaya, lobt die besonnene Haltung des Bundesinnenministers und anderer Verantwortungsträger im Zusammenhang mit der aktuellen Terrordrohung gegenüber Deutschland. „Die Bundesregierung hat sich in diesem Zusammenhang äußerst verantwortungsbewusst verhalten und zurecht vor Panikmache gewarnt“, bemerkte Kizilkaya und bezog sich dabei auf die Äußerungen von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, der sagte, dass man sich nicht in den Zustand der Erregung, den die Terroristen durch Anschläge erzielen wollen, setzen werde und das solche Drohungen nicht imstande sein werden, die demokratische Meinungsbildung in Deutschland zu beeinflussen. „Mit diesen deutlichen Worten hat Herr Schäuble auch uns Muslimen aus dem Herzen gesprochen", so Kizilkaya.
Weiter sagte der Ratsvorsitzende: „Erfreulich ist desweiteren, dass gerade auch in der heißen Phase des Wahlkampfes alle Demokraten davon Abstand genommen haben, das Drohvideo zu instrumentalisieren.
„Die über das Internet verbreiteten abscheulichen Drohungen richten sich gegen uns alle. Sie sollen Unruhe und Chaos stiften. Gerade um die Absicht dieser Terroristen ins Leere laufen zu lassen, ist es geboten mit Bedacht darauf zu reagieren. Insoweit war die Reaktion der Bundesregierung angemessen“, lobte Kizilkaya.
Muslime beten für Marwa El-Sherbini
Donnerstag, 09. Juli 2009 um 12:07 Uhr
Aufruf an die muslimischen Gemeinden zum morgigen Freitagsgebet
Die im Koordinationsrat zusammengeschlossenen Gemeinschaften - DITIB, VIKZ, Islamrat und Zentralrat - starten einen Aufruf an ihre angeschlossenen Moscheen und Organisationen für das morgige Freitagsgebet. Wörtlich sagte der KRM-Sprecher Ayyub Köhler:
"Am 1. 7.2009 wurde unsere Schwester im Islam, Marwa, in Dresden aus Islamfeindlichkeit und Fremdenhass erstochen. Sie hinterlässt einen 3jährigen Sohn und den Ehemann. Wir wollen unsere Schwester Marwa nicht vergessen. Wir bitten alle Muslime bundesweit, am Freitag, den 10. Juli beim Freitagsgebet für Marwa und ihre Familie zu beten."
Für die Mahnkundgebungen, die an diesem Wochenende wieder in den Städten Deutschlands geplant sind, bitten wir die Muslime wie bisher stets friedvoll und respektvoll die Trauer und das Mitgefühl über Marwas Tod in unserem Land zum Ausdruck zu bringen.
Pressemitteilung - Bundesweite Trauer um unsere Schwester Marwa
Dienstag, 07. Juli 2009 um 14:08 Uhr
Am 01.07.09 (9. Rajab 1430) wurde unsere Schwester im Islam, Marwa El-Sherbini, in Dresden aus Hass auf Muslime und Fremde erstochen.
Unser aller Gebete und Mitgefühl gilt nun den Angehörigen des Opfers. Die 32jährige schwangere Frau und Mutter hinterlässt einen Ehemann und einen Sohn. Wir Muslime werden Marwa ein dauerhaftes und nachhaltiges Andenken in Deutschland bereiten.
Stellungnahme des Islamrats zum Zwischen-Resümee der Deutschen Islamkonferenz für das 4. Plenum am 25. Juni 2009 in Berlin
Donnerstag, 25. Juni 2009 um 14:20 Uhr
Der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland begrüßt grundsätzlich die Einrichtung der Deutschen Islamkonferenz (DIK) durch das Bundesministerium des Inneren. Mit der DIK ist der Staat in einen längst überfälligen Dialog mit seinen muslimischen Bürgern eingetreten und hat damit ein wichtiges Zeichen gesetzt. So hat der deutsche Staat den institutionellen Grundstein für den Dialog mit den Muslimen geschaffen und gleichzeitig der religiösen Vielfalt in unserem Land Ausdruck verliehen.
Neben dieser grundlegenden Bedeutung für die Integration des Islam und der Muslime in den gesellschaftlichen Kontext der Bundesrepublik kann die DIK durchaus auch auf vielversprechende praktische Empfehlungen verweisen, die den Integrationsprozess positiv befördern können. Dazu gehört die Forderung, den Islam und die Muslime als Teil unverzichtbaren Bestandteil Deutschlands anzuerkennen.
Auch die Empfehlungen bzgl. der Sprachförderung bzw. der Mehrsprachigkeit von Kindern mit Migrationshintergrund, der Einführung des islamischen Religionsunterrichtes, der gezielten Förderung der interkulturellen Kompetenz von Schulen u.a. durch die Verstärkung des Lehrerkollegiums durch muslimisches Personal und der Förderung kommunaler Projekte sind selbstverständlich begrüßenswert. Darüber hinaus werden im 4. Plenum der DIK jedoch auch einige Schlussberichte und Stellungnahmen der Öffentlichkeit bekannt gegeben, die der Islamrat nicht in ihrer Gesamtheit mitträgt.
In der AG 2 „Religionsfragen im deutschen Verfassungsverständnis“ wurden positive Ergebnisse bezüglich der „Integration in der Schule“, insbesondere bei der Erarbeitung einer Handreichung zum Umgang mit schulpraktischen Fragen erreicht. Auch die Schlussfolgerungen der AG 3 „Wirtschaft und Medien als Brücke“, die vor sich vor allem mit dem Einfluss deutscher und türkischer Medien in die hiesige Integrationsdebatte beschäftigt, ist zu begrüßen.
Nicht getragen werden vom Islamrat jedoch die „Stellungnahme der Muslime der Arbeitsgruppe 1 „Deutsche Gesellschaftsordnung und Wertekonsens“ der Deutschen Islam Konferenz“ und die „Schlussfolgerungen des Gesprächskreises „Sicherheit und Islamismus“.